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Ein
Thema, das ich sehr ernst nehme (und das jeder Höhlenforscher und
Höhlenfotograf ernst nehmen sollte), darf nicht unbehandelt bleiben
- das Verhältnis zwischen Höhlenfotografie und Höhlenschutz.
Zwei Punkte werden der Höhlenfotografie - zum Teil zu Recht - vorgeworfen:
- Direkte
Zerstörung von Höhlen durch Höhlenfotografen.
Immer wieder stößt man in Höhlen auf Spuren, die ganz
offensichtlich auf Höhlenfotografen zurückzuführen sind.
Sei es, um an diese oder jene "perfekte" Kameraposition zu
gelangen, ein besonders verstecktes Excentrique abzulichten oder einen
Blitz "optimal" zu platzieren. Auch achtlos weggeworfene Blitzbirnen
oder Batterien fallen immer wieder ins Auge. Hier ist Selbstdisziplin
uner-lässlich: Nicht jedes Bild muss in den Kasten, und nicht jede
Blitzposition ist essentiell!
- Das
Zeigen von spektakulären Höhlenbildern lockt weitere Menschen
in Höhlen und trägt somit indirekt zu deren Zerstörung
bei.
Das mag wohl sein, aber ich denke, hier muss differenziert werden. Vor
allem macht der Ton die Musik: es ist ein erheblicher Unterschied, ob
ein Beitrag mit dem Titel "Abstieg in die Höllenschlünde
Südfrankreichs" gemacht wird (am besten gleich inklusive Anfahrtsskizzen)
, oder ob Bilder im Sinne von "Fragiles Naturwunder Tropfstein"
vermittelt werden! Wenn es gelingt, die Faszination, zerbrechliche Schönheit
und Ästhetik von Höhlen und Sinterformen, sowie den Respekt
vor dieser verwundbaren Unterwelt zu vermitteln, dann ist viel gewonnen!

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