Ein Thema, das ich sehr ernst nehme (und das jeder Höhlenforscher und Höhlenfotograf ernst nehmen sollte), darf nicht unbehandelt bleiben - das Verhältnis zwischen Höhlenfotografie und Höhlenschutz. Zwei Punkte werden der Höhlenfotografie - zum Teil zu Recht - vorgeworfen:

  • Direkte Zerstörung von Höhlen durch Höhlenfotografen.
    Immer wieder stößt man in Höhlen auf Spuren, die ganz offensichtlich auf Höhlenfotografen zurückzuführen sind. Sei es, um an diese oder jene "perfekte" Kameraposition zu gelangen, ein besonders verstecktes Excentrique abzulichten oder einen Blitz "optimal" zu platzieren. Auch achtlos weggeworfene Blitzbirnen oder Batterien fallen immer wieder ins Auge. Hier ist Selbstdisziplin uner-lässlich: Nicht jedes Bild muss in den Kasten, und nicht jede Blitzposition ist essentiell!

  • Das Zeigen von spektakulären Höhlenbildern lockt weitere Menschen in Höhlen und trägt somit indirekt zu deren Zerstörung bei.
    Das mag wohl sein, aber ich denke, hier muss differenziert werden. Vor allem macht der Ton die Musik: es ist ein erheblicher Unterschied, ob ein Beitrag mit dem Titel "Abstieg in die Höllenschlünde Südfrankreichs" gemacht wird (am besten gleich inklusive Anfahrtsskizzen) , oder ob Bilder im Sinne von "Fragiles Naturwunder Tropfstein" vermittelt werden! Wenn es gelingt, die Faszination, zerbrechliche Schönheit und Ästhetik von Höhlen und Sinterformen, sowie den Respekt vor dieser verwundbaren Unterwelt zu vermitteln, dann ist viel gewonnen!


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www.speleo-foto.de - Höhlenfotografie von Max Wisshak
© Max Wisshak 2002-2012 - Alle Rechte vorbehalten
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