Auf das Licht - das bedeutendste Bildgestaltungs- bzw. Kompositions-mittel - wird im "Kapitel" Licht ausführlich eingegangen. Daneben gibt es eine Reihe klassischer Kompositionsregeln, die manchem vielleicht sogar noch aus der Schulzeit haften geblieben sind:


Meiner Meinung nach ist es aber nicht Sinn und Zweck, solche Regeln in der Fotografie bewusst einzusetzen - vielmehr sollten solche Regeln mit zunehmender Erfahrung intuitiv eingesetzt werden. Zudem gibt es sehr gelungene Kompositionen, die gegen die klassischen Regeln verstoßen. Es hilft, Bilder dahingehend zu analysieren, welche Wirkung sie haben und auf welchen Gesetzmäßigkeiten diese Wirkung beruht. Oder umgekehrt: man kann hinterfragen, warum ein Bild nicht die angestrebte Wirkung zeigt.

Drei kompositorische Prinzipien sind zu nennen, die in der Höhle immer wieder zu vergegenwärtigen sind:

  • Für eine gelungene Komposition muss sich der Fotograf dem Motiv langsam annähern und versuchen, den Charakter des Motivs zu erkennen und umzusetzen. Erst wenn er sich auf diese Suche einlässt, springt irgendwann der Funke über und das Bild wird in sich stimmig.
  • Die Suche richtet sich oft nach Ausgewogenheit und Balance auf der einen, oder aber Bewegung und Dynamik auf der anderen Seite.
  • Reduktion, Reduktion und nochmals Reduktion. Herausarbeiten des Wesentlichen durch Ausblendung störender Elemente - sei es durch die Wahl des Bildausschnittes, der Perspektive oder durch gezielte Beleuchtung. Die gelungensten Kompositionen bestechen oft durch ihre Einfachheit und Klarheit.

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www.speleo-foto.de - Höhlenfotografie von Max Wisshak
© Max Wisshak 2002-2012 - Alle Rechte vorbehalten
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